A-Ride – Das erste Mountainbike unter den E Scootern

A-Ride – Das erste Mountainbike unter den E Scootern

11. September 2019 0 Von EBT

Wir wollen euch an dieser Stelle kurz einen E Scooter aus Kanada präsentieren, der komplett aus dem Rahmen fällt, den „A-Ride“. Schon auf den ersten Blick hat es dieser E Scooter definitiv in sich: Mit seinen richtig großen, fetten 24“ Reifen und dem wuchtigen Rahmen sieht der A-Ride doch eher wie ein E-Mountainbike aus. Dieser E Scooter wurde ganz offenbar nicht nur für den Einsatz auf der Straße, sondern auch fürs Gelände konzipiert. Dementsprechend ist der A-Ride sogar mit einer doppelten Federung ausgestattet, was, in Kombination mit der üppigen Bereifung, für sehr gute Offroad-Fahreigenschaften sorgen dürfte. In der Tat wird das Fahrzeug auch als „All-Season, All-Terrain Bike“ beworben. In Videos auf der Webseite des Herstellers ist sogar zu sehen, dass der A-Ride selbst auf Sand noch sehr gut gefahren werden kann. 

Der A Ride in Vancouver

Auch die „Steh-Position“ unterscheidet sich beim A-Ride deutlich von herkömmlichen E Scootern. Bei diesem Modell stehen die Füße nicht schräg hintereinander versetzt auf dem Trittbrett (wie es normalerweise der Fall ist), sondern die Füße stehen wirklich nebeneinander. Beim A-Ride ist es auch gar nicht möglich, die Füße hintereinander zu stellen, da zwischen den beiden Trittflächen (jeweils für den linken und für den rechten Fuß), der breite Rahmen entlangläuft.

Das Fahrzeug wirkt extrem robust und scheint auch für richtige Stunts gut geeignet zu sein.

A Ride noch der Prototyp

Wirklich verblüffend ist eine, laut Herstellerangaben, geradezu enorme Reichweite von bis zu 70 Kilometern, was ermöglicht wird durch einen eigens angefertigten Samsung-Akku. Damit ist dieses Fahrzeug auch hervorragend für längere Ausflüge geeignet. 

Die Maximalgeschwindigkeit des A-Ride liegt bei 32 km/h, womit der Scooter für ein Elektrokleinstfahrzeug in Deutschland natürlich viel zu schnell wäre. 

Zur Ausstattung gehören auch Front- und Rücklicht, ein USB Port, ein Display etc.

Die Hersteller selbst bewirbt den A-Ride übrigens als das ultimative Pendler-Fahrzeug („delivers the ultimate e-commuter ride“) – ob dies so zutrifft, ist aber aus unserer Sicht zumindest fraglich. Der A-Ride ist offenbar nicht klappbar und hat ein Gewicht von satten 28 Kilogramm. Also alles andere als ein Leichtgewicht. Außerdem sind die Ausmaße dieses Scooters schon auf den ersten Blick ziemlich wuchtig – kaum vorstellbar, dass man diesen E Scooter ohne weiteres mit in Busse oder Bahnen nehmen kann, schon alleine wegen des enormen Gewichts. In erster Linie sehen wir den A-Ride als ein Lifestyle Produkt, das hervorragend für Freizeitaktivitäten geeignet ist.

A-Ride E Scooter im Test

Interessanterweise hatten wir die Gelegenheit, den A-Ride auf der letzten Eurobike Messe in Friedrichshafen selber zu fahren. Dabei konnte dieser Scooter wirklich begeistern und mit tollen Fahreigenschaften punkten. Allerdings fiel uns auf, dass das Anfahren ein wenig langsam vonstatten geht; die Beschleunigung beim Starten fanden wir doch ein wenig mau.

Aber: Sobald man ein Tempo von ca. 10 km/h erreicht hatte, ging der A-Ride so richtig ab. Jetzt beschleunigte der Scooter richtig kraftvoll bis zur Höchstgeschwindigkeit. Auch die Fully-Federung machte einen sehr guten Job – kein Zweifel, dieser E Scooter ist definitiv geländetauglich. Die Federung würden wir als regelrecht butterweich bezeichnen. Auch das Bremsverhalten war spitze, selbst bei hohem Tempo kam man stets sicher und zuverlässig zum Stehen. Auch die Kurvenlage ist absolut optimal – hier machten sich die großen Reifen sehr positiv bemerkbar.

Insgesamt kann man die Fahreigenschaften dieses Modells als wirklich hervorragend bezeichnen. Keine Frage, mit dem A-Ride kann man richtig Spaß haben, auch im Gelände und bei schlechten Witterungsverhältnissen. Als klassisches Last-Mile-Fahrzeug, das man auch mal mit öffentlichen Verkehrsmitteln kombiniert, ist dieser E Scooter dagegen kaum geeignet.

Als typischen E Scooter hat Audric Lacour, der Entwickler des A-Ride, dieses Fahrzeug aber offenbar auch gar nicht konzipiert. Laut Aussage von Audric Lacour ging es ihm beim A-Ride darum, ein Ganzjahres-Fahrzeug zu kreieren, das den Komfort eines E Bikes mit der Leichtigkeit des Stehfahrens und dem Nervenkitzel von Dual-Suspension-Mountainbiking kombiniert. Und wir würden sagen, das ist ihm mit dem A-Ride auch durchaus gelungen!

Noch ist der A-Ride nicht im Handel erhältlich. Bei Interesse an diesem Modell könnt ihr euch auf der Hersteller-Webseite anmelden „hier“. Ihr werdet dann umgehend über Pre-Sale Kampagnen und Markteinführungs-Events informiert.

Wann und ob es eine Variante speziell für den deutschen Markt geben wird, ist derzeit noch unklar. Die Prototypen, die man auf der Eurobike Messe testen konnte, wurden jedenfalls wieder zurück nach Kanada gebracht. Preislich wird der A-Ride, unseren Informationen zufolge, wohl um die 4.000 Euro liegen.