Ninebot Segway Max G30D Tuning Optionen: SpeedBug, Dashboard Hack und Tuning Modul im Überblick!

Ninebot Segway Max G30D Tuning Optionen: SpeedBug, Dashboard Hack und Tuning Modul im Überblick!

5. Dezember 2019 15 Von EBT

Der Ninebot Segway Max G30D hat kräftig im jungen E Scooter Markt eingeschlagen. Nicht nur der Name Ninebot by Segway hat gewirkt, sondern auch die Leistungsdaten, allen voran die maximale Reichweite mit 65 Kilometern. Und das natürlich in Verbindung mit einem unglaublich günstigen UVP Preis von 799 Euro.

Auch die Verarbeitung scheint bis auf ein paar Kleinigkeiten gelungen zu sein: Die Retourenquote aufgrund von Fertigungsfehlern liegt fast bei 0% (vor allem im Vergleich zu anderen E Scootern liegt der G30D weit vorn). Das melden jedenfalls einzelne Läden und Online Shops. Analysten und Experten gehen davon aus, dass der G30D mit mindestens 300 Euro unter dem bisher existierenden Preisniveau auf den Markt gekommen ist und nun natürlich die Preise erheblich drückt. Aber darauf wollen wir nicht hinaus…

Einzig und allein die maximale Geschwindigkeit zwischen 19 und 20 Km/h macht vielen etwas zu schaffen. Ein Tuck mehr würde vielen gefallen. Vor allem weil berichtet wird, dass die E Scooter der Verleiher es nicht so eng sehen und anscheinend eine angeblich existierende 10% Toleranz reichlich für sich ausnutzen. Einige sollen sogar noch schneller sein.

Im nächsten Abschnitt widmen wir uns den Möglichkeiten die Geschwindigkeitsbegrenzung von 20 Km/h aufzuheben.

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Ninebot Segway Max G30D

Ninebot Max G30D: E Scooter Tuning

Nun gibt es mehrere Möglichkeiten den Ninebot Segway Max G30D schneller zu machen. Alle existierenden Möglichkeiten sind aber nicht ganz unbedenklich. Eine weitere Tuning Möglichkeit scheint dabei in Zukunft dazu zu kommen. Das Thema an sich ist natürlich an sich schon nicht unproblematisch, denn Tuning innerhalb der Straßenverkehrsordnung bedeutet den Wegfall der Straßenzulassung, sowie das Ausbleiben von Garantie und Haftung seitens des Herstellers. Man fährt also im Prinzip einen E Scooter, wie er vor der Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung legalisiert war: Nämlich gar nicht. Hinzu kommt das durch alle Tuningmaßnahmen die Mikromobilität natürlich stärker in Verruf kommt. Schauen wir uns die einzelnen Tuning Optionen beim G30D etwas genauer an, denn sie unterscheiden sich voneinander doch sehr deutlich:

1) Der Ninebot Segway Max G30D SpeedBug

Der SpeedBug wurde vor ein paar Wochen entdeckt. Er ist im Ninebot integriert und er funktioniert auch nach den letzten Firmware Updates (Stand: Datum siehe oben). Das kann sich bei zukünftigen Updates natürlich ändern.

So funktioniert der SpeedBug:

Wir beschreiben nun die Vorgehensweise: Es ist ratsam die Energierückgewinnung auf minimal zu stellen und den Tempomat zu deaktivieren. Wichtig ist während des kompletten Vorgangs immer Gas zu geben. Dann bremst man auf exakt 1 Km/h ab, hält es für eine Sekunde konstant und fährt dann wieder los… Und der Ninebot Segway Max G30D beschleunigt nun auf 25 bis 26 Km/h!

Nach ein paar Versuchen sollte es funktionieren. Nachdem man den Gashebel losläßt oder bremst, ist der Bug nicht mehr vorhanden und man muß wieder dieselbe Prozedur durchführen. Je nachdem wie gut man es erlernt, läßt der SpeedBug sich gut oder weniger reibungslos praktizieren.

In Kurzform: 1. Anschieben 2. Gas geben 3. Scooter durch festhalten auf 1 Km/h halten 4. drauf steigen und 4. losfahren. Dabei nicht vom Gas gehen und nicht bremsen.

Einige entwickeln auch ganz eigene Techniken, wie zum Beispiel den G30D erst anzuschieben und dann drauf zu springen,…

Man läuft zunächst neben dem Scooter her, schiebt auf 4-5 km/h an und gibt dann Gas
(WICHTIG: Ab jetzt geht man nicht mehr vom Gas runter). Wenn der G30D jetzt beschleunigt, dann hält man ihn per Muskelkraft fest, und verlangsamt ihn (OHNE Bremse) bis er konstant auf 1 Km/h stehen bleibt, dann drauf stellen und losfahren. Nun beschleunigt der Scooter je nach Akkustand auf bis zu 26 km/h.

Hier ist etwas Geduld und Kreativität gefragt. Das Allheilmittel ist der SpeedBug sicherlich nicht, da er aufwendig und nicht ganz so praktikabel ist, ein Gimmick auf jeden Fall. Jedoch eins mit nachhaltigen Gefahren…

Gefahren des SpeedBugs:

Die Gefahr ist offensichtlich: Ohne Fremdeinwirkung einen zugelassenen E Scooter deutlich über die 20 Km/h Grenze zu bringen, bedeutet im Grunde das Erlöschen der ABE. Und nicht eines einzelnen Fahrzeugs, sondern aller Fahrzeuge eines Typs.

Nachtrag: Neues Ninebot Update

Mit dem neuesten Ninebot Update soll der SpeedBug nicht mehr funktionieren. Wer also den SpeedBug aus Sicherheit vor dem Verlust der Betriebserlaubnis eliminieren möchte, sollte das neueste Update installieren. Wer jedoch den SpeedBug behalten möchte, sollte keine Updates einspielen.

2) Ninebot Segway Max G30D Dashboard Hack

Eine andere Variante ist es den Ninebot G30D zu flashen. Man nimmt ein Original Dashboard der Vorgänger Ninebot ES1 oder ES2 und verbindet es mit dem G30D und spielt so über einen bestimmten Vorgang, der flashen genannt wird, im wesentlichen andere Informationen auf den Ninebot G30D Scooter. Die maximale Geschwindigkeit wird über Länderkennzahlen in der Seriennummer definiert. Ändert man diese, so kann der E Scooter auf einmal bis zu 30 Km/h fahren.

Der genaue Vorgang wird hier beschrieben.

Gefahren des Flashens:

Der Aufwand den G30D zu flashen ist recht groß und nicht ungefährlich. Zuerst muß man sich alle Teile zulegen oder jemanden finden, der es für einen durchführt. Dann muß der Lenker abgeschraubt werden und der eigentliche Flashvorgang vollzogen werden.

Macht man es selber, kann man sich auch schon mal vertun und hat im schlimmsten Fall einen defekten E Scooter, läßt man es jemand anderen machen, kann man es nicht ohne weiteres rückgängig machen.

Ninebot Dashboard

Warten auf die Custom Firmware

Viele warten hier auf eine gehackte Firmware, die sie dann bequem auf den Ninebot aufspielen (flashen) können. Hier wäre sogar denkbar, das man dann über die Bluetooth Schnittstelle selber das Tuning per App aktivieren oder deaktivieren kann. Der gesamte E Scooter bleibt ohne Straßenzulassung, egal ob das Tuning aktiviert ist oder nicht, solange die Custom Firmware (CFW) auf dem G30D ist. Den Ninebot Segway Max G30D auf seinen Ursprungszustand zurückzusetzen dürfte zudem nicht ganz unproblematisch sein.

Eine zukünftige Custom Firmware künftig ohne Hardware aufspielen zu können gilt eher als unwahrscheinlich. Würde man einen Bluetooth Hack finden, ohne vorher flashen zu müssen, wäre es für den Endanwender zwar komfortabler, die ABE dürfte aber dafür komplett in Gefahr sein. Warum? Die DIN EN 15194 Norm, die in der Elektrokleinstfahrzeuge Verordnung verankert ist, schreibt vor, das aus Schutz vor Manipulationen der Hersteller die Modifikation per App, Bluetooth oder ähnlichem verhindern muß. Also der einfache Zugriff muß ausgeschlossen werden. Andernfalls droht der Entzug der kompletten ABE.

3) Tuning Modul für den Ninebot Segway Max G30D

Die dritte Möglichkeit, die sich derzeit anbahnt, ist ein separates Tuning Modul in den Ninebot G30D zu verbauen. Hierbei schraubt man den Lenker ab und steckt das Tuning Modul zwischen den Kabeln von Display und Controller, die sich im Deck des E Scooters befinden. Nachdem man dann den Lenker wieder fest verschraubt hat, kann man so nun losfahren und das Tuning über eine Tastenkombination aktivieren oder deaktivieren.

Gefahren und Vorteile eines Tuning Moduls

Auch hier ist der E Scooter solange nicht konform, solange das Tuning Modul verbaut ist. Möchte man das Tuning jedoch komplett entfernen und nimmt man den Inbusschlüssel hinzu, ist der Rückbau relativ einfach. Das Flashen auf den Ursprungszustand entfällt dabei. Ist das Tuning entfernt, so dürfte der E Scooter wieder konform der Straßenverkehrsordnung sein. Das besagte Tuning Modul wird zum Jahreswechsel erscheinen. Genaue Eckpunkte wie Preis, Aussehen u.s.w. sind noch nicht bekannt. Orientieren kann man sich aber an dem demnächst erscheinenden Produkt, dem ScooterBoost by Mountain Tuning für Egret und The Urban E Scooter.

ScooterBoost

Fazit:

Den eigenen Ninebot Segway Max G30D zu tunen liegt nahe. Die Gefahren sind jedoch immens. Die Möglichkeiten sind schon da, sogar schon “on board”. Weitere und bessere Lösungen bahnen sich an. Was man nicht vergessen sollte, abgesehen vom Verlust der Straßenzulassung: Jeder Eingriff bringt die Garantie und Haftung zum Erlöschen, auch nachdem man das Tuning wieder entfernt hat.

E Micro