Der erste FISCHER E Scooter ist da: Erster Eindruck und Test vom IOCO 1.0!

Der erste FISCHER E Scooter ist da: Erster Eindruck und Test vom IOCO 1.0!

9. Januar 2020 1 Von EBT

Wenn eine renommierte Marke wie Fischer einen E Scooter auf den Markt bringt, werden Kenner natürlich sofort hellhörig. Da Fischer unter Rad- und E Bike-Fahrern einen sehr guten Ruf genießt, sind die Erwartungen bei Elektrorollern dieses Herstellers natürlich recht hoch. Jetzt ist es soweit und Fischer hat mit dem IOCO 1.0 seinen ersten E Scooter auf den Markt gebracht. Das Modell hat eine Straßenzulassung und ist bereits ab einem wirklich günstigen Preis von gerade einmal 649,- Euro zu haben.

Wir hatten bereits Gelegenheit, diesen E Scooter in ersten kurzen Testfahrten selbst zu testen. Und was wir bisher über dieses Modell wissen, fühlt sich gar nicht mal schlecht an:

Ein E Scooter mit Hinterradantrieb

Zunächst fällt auf, dass der IOCO 1.0, wie die meisten anderen E Scooter allerdings auch, mit einem Front-, sondern einem Heckmotor ausgestattet ist. Laut Hersteller soll dies, im Vergleich zu Frontantrieben, für eine bessere Manövrierfähigkeit und höheren Fahrkomfort sorgen. Fest steht jedenfalls, dass der Motor des Rollers eine Nenndauerleistung von 300 Watt und eine Maximalleistung von 350 Watt hat. Klingt gar nicht mal schlecht. Die Maximalgeschwindigkeit liegt, den gesetzlichen Vorgaben für E Scooter in Deutschland entsprechend, bei 20 km/h. Die ersten Fahrtests machen einen guten Eindruck.

Hinterrad

Überzeugende Reichweite im Verhältnis zum Fahrzeuggewicht

Was Infos zur Reichweite des IOCO 1.0 anging, hatte sich Fischer bis vor kurzem ziemlich bedeckt gehalten. Nun findet sich auf der Fischer-Webseite eine Reichweitenangabe von 20 Kilometern. Das müssen wir im Fahrbetrieb in den nächsten Tagen testen. Da der Roller mit einem überzeugenden Akku (im Verhältnis zum Fahrzeuggewicht) ausgestattet ist, klingt diese Angabe durchaus plausibel (187Wh, 36V, 5.2Ah). Natürlich kann man mit einer maximalen Reichweite von 20 Kilometern keine richtig langen Touren ins Visier nehmen, aber für durchschnittliche Fahrten im urbanen Raum sollte dies mehr als ausreichend sein. Ein echter Pluspunkt des IOCO 1.0 ist seine kurze Ladezeit: Bereits nach 2 Stunden soll der Akku zu 75%, und nach 3 Stunden sogar voll aufgeladen sein. Der Akku befindet sich am Trittbrett und kann an jeder handelsüblichen Steckdose aufgeladen werden.

Sonstiges

Wie bei einem derart preisgünstigen Roller nicht anders zu erwarten, ist die Ausstattung auf das Nötigste beschränkt. So gibt es z.B. kein Display (und damit auch keinen Tacho), aber immerhin zeigen 4 kleine LED-Batterieindikatoren am Lenker den aktuellen Akkustand an.

Gasgriff

Der Roller ist klappbar, hat aber ein Eigengewicht von 13,9 kg. Das geht gerade noch in Ordnung, aber zu den echten Leichtgewichten kann dieses Modell definitiv nicht gezählt werden. Mittelgewichtsklasse paßt eher als Bezeichnung. Immerhin verträgt der Roller eine Zuladung von bis zu 120 kg.

Der Fischer IOCO 1.0 E Scooter hat offenbar keine Federung und fährt auf recht kleinen 8 Zoll Vollgummireifen. Vielleicht das größte Manko. Da steht zu befürchten, dass man auf unebenem Untergrund, wie z.B. Kopfsteinpflaster, doch ein wenig durchgeschüttelt wird. Dieses Modell scheint somit ganz klar für den Einsatz auf weitgehend ebenem Asphalt konzipiert worden zu sein. Aber auch hier gilt: Letzte Gewissheit kann erst ein eigener Fahrtest bringen. Immerhin kann man sich dank der Gummibereifung keinen platten Reifen einfangen. Steigungen bis zu 10° soll der Roller, laut Herstellerangaben, jedenfalls problemlos meistern.

Bremse und Klingel

Der E Scooter hat einen höhenverstellbaren, stabilen Lenker, so dass man ihn problemlos an die jeweilige Körperhöhe anpassen kann. Interessant ist, dass die Beschleunigung bei diesem Roller nicht, wie meist üblich, per Daumengashebel, sondern mit einem Gasdrehgriff erfolgt. Wir wissen, dass viele Fahrer diese Art der Beschleunigung bevorzugen, aber das ist letztlich Geschmackssache.

Der IOCO 1.0 hat eine Allgemeine Betriebserlaubnis und wurde mit einer entsprechenden Beleuchtung ausgestattet, wobei seitliche Reflektoren für zusätzliche Sicherheit sorgen. Wir wissen, dass der Roller eine Trommel- und eine Schutzblechbremse hat; wobei beim Betätigen der Bremsen zusätzlich noch eine elektrische Motorbremse ausgelöst wird.

Der Fischer E Scooter

Fazit

Ein echter Marken E Scooter, der zu einem wirklich günstigen Preis erhältlich ist. Wir konnten den IOCO 1.0 in kurzen Testfahrten bereits testen und konnten uns von einem qualitativ hochwertigen Produkt überzeugen. Die technischen Parameter dieses Modells können sich in jedem Fall sehen lassen. Die Verarbeitung ist grundsolide.

Wie bei einem derart preisgünstigen E Scooter nicht anders zu erwarten, ist der Funktionsumfang weitgehend auf das Wesentliche beschränkt. Wer auf überflüssigen Firlefanz, luftgefüllte Reifen mit Federung und ein Display inkl. Geschwindigkeitsanzeige verzichten kann, macht beim Fischer IOCO 1.0 ganz bestimmt nichts falsch. Insbesondere für den täglichen Einsatz im Stadtverkehr sollte dieser E Scooter sicherlich bestens geeignet sein.

Der Fischer E Scooter wird in Kürze im hiesigen EScooterShop zu kaufen sein. Ein Modell ist bereits im Ladengeschäft in Hannover und steht zur Testfahrt bereit.

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