Spin – E-Scooter Sharing von der Ford Tochter

Spin – E-Scooter Sharing von der Ford Tochter

12. März 2020 0 Von EBT

Der amerikanische E-Scooter-Verleihdienst Spin war ursprünglich ein Startup, das 2016 ins Leben gerufen wurde. Heute hat das Unternehmen seinen Hauptsitz in San Francisco und ist in den USA in über 65 Städten vertreten. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Service auch gezielt auf dem Campus von rund 12 Universitäten an.

Die große Besonderheit an Spin dürfte sicherlich sein, dass das Unternehmen Ende 2018 von dem amerikanischen Automobilhersteller Ford übernommen wurde – und zwar, unseren Informationen zufolge, zu einem Preis von rund 100 Millionen US-Dollar, was etwa 91 Millionen Euro entsprechen würde. Damit hat Spin ein sehr finanzstarkes Unternehmen im Rücken, was sicherlich ein erheblicher Vorteil gegenüber anderen Sharing-Startups ist.

Ende Februar 2020 kündigte Spin dann seine Expansion auf den europäischen Markt an, und zwar zuerst nach England, Frankreich und Deutschland. Dies kam für viele Branchenkenner ziemlich überraschend, da bereits mehrere E-Scooter Sharing-Anbieter auf dem heiß umkämpften Markt aktiv waren und sich bereits erste Anzeichen für eine Konsolidierung des Marktes abzeichneten (z.B. Anfang 2020 die Übernahme des deutschen Anbieters Circ durch den amerikanischen Giganten Bird).

Laut eigenen Aussagen sollen die ersten Spin E-Scooter in Deutschland in Köln starten – dies dürfte übrigens kein Zufall sein, da Ford in Köln ein Automobilwerk unterhält. Nach und nach will Spin seinen Service auf weitere deutsche Städte ausdehnen. Spin legt Wert darauf, dass man seinen Service grundsätzlich nur mit Zustimmung der örtlichen Behörden anbieten wolle.

Spin – So geht´s

Das E-Scooter Sharing scheint bei Spin im Grunde so abzulaufen, wie man es auch von anderen Anbietern kennt. Zuerst muss eine App heruntergeladen werden (iOS oder Android). Diese zeigt einem an, wo freie Spin Scooter zu finden sind. Zum Freischalten muss der QR-Code auf dem Scooter mittels der App gescannt werden.

Wie bei anderen Sharing Anbietern auch, können die Spin E-Scooter nach Beendigung einer Fahrt an einem beliebigen Ort abgestellt werden – allerdings selbstverständlich nur an Stellen, an denen keine Gehwege oder andere Verkehrsteilnehmer blockiert werden.

Spannend ist, dass Spin mit sog. „Spin Hubs“ experimentiert, an denen man gleich mehrere E-Scooter abstellen und praktischerweise auch aufladen kann. Ob dieses interessante Konzept auch in Deutschland Anwendung finden wird, ist uns derzeit noch nicht bekannt.

Spin – Was kostet es in Deutschland?

Derzeit liegen uns dazu noch keine genauen Informationen vor. Auf jeden Fall werden pro Fahrt eine Freischaltungsgebühr (wahrscheinlich 1,- Euro) und ein Minutenpreis anfallen (wahrscheinlich 0,15 Euro/Minute).

Spin – E-Scooter Modelle

Bislang hat Spin noch nicht kommuniziert, welchen E-Scooter das Unternehmen in Deutschland einsetzen will. Der bisher eingesetzte Spin E-Scooter soll auf dem Segway-Ninebot ES2 basieren. Für den deutschen Markt müsste der Scooter allerdings modifiziert werden, z.B. müsste man die Maximalgeschwindigkeit von 25 auf 20 km/h reduzieren.

Die Spin-E-Scooter sind in charakteristischem Orange und Schwarz gehalten. Die Lenkstange ist orangefarben mit weißem Spin-Schriftzug.

Spin