Stiftung Warentest: E Scooter Test, 1 Testsieger, 5 mangelhaft

Stiftung Warentest: E Scooter Test, 1 Testsieger, 5 mangelhaft

30. März 2020 0 Von EBT

E-Scooter im Test bei Stiftung Warentest: Nur ein Modell konnte überzeugen, fünf E Scooter haben aufgrund technischer Mängel und Problemen mit Schadstoffen eine mangelhafte Endnote bekommen.

Die allseits bekannte gemeinnützige Verbraucherorganisation Stiftung Warentest hat sieben klappbare E-Scooter Modelle mit Straßenzulassung genauer unter die Lupe genommen (4/2020). Um es vorwegzunehmen: Die Ergebnisse fielen nicht gerade berauschend aus. Nachdem diverse Praxis- und Reichweiten-Tests sowie Sicherheits- und Haltbarkeitsprüfungen durchgeführt wurden, erhielt nur ein Roller die Note „gut“, ein weiterer wurde mit „befriedigend“ benotet und die übrigen fünf Scooter wurden aufgrund, z.T. schwerwiegender, Mängel als „mangelhaft“ eingestuft. Wie die Tester von Stiftung Warentest zu diesen, teilweise niederschmetternden, Testergebnissen kamen, wollen wir euch kurz erläutern:

Welche Modelle wurden getestet – und wie wurden sie benotet?

The-Urban #BRLN V3 – Testsieger mit Note „Gut“ (2,4)

IO Hawk Sparrow-Legal – Note „Befriedigend“ (2,8)

SXT Buddy V2 eKFV – Note “Mangelhaft” (4,6)

iconBIT Tracer Street – Note „Mangelhaft“ (4,9)

Moovi StVO – Note „Mangelhaft“ (5,0)

SoFlow SO2 – Note „Mangelhaft“ (5,0)

Trekstor e.Gear EG3178 – Note „Mangelhaft“ (5,0)

Zum Test: https://www.test.de/E-Scooter-Test-5591942-0/

Hinweis von unserer Seite: Dass der The-Urban #BRLN zum Testsieger erklärt wurde, wundert uns nicht. Auch wir haben dieses Modell bereits ausführlich getestet und waren in jeder Hinsicht begeistert. Dieses empfehlenswerte Modell könnt ihr preisgünstig im „EScooterShop“ bestellen.

Wie und was wurde von Stiftung Warentest getestet?

Fahrtests

Das Herzstück der Prüfungen, hier wurden Fahrverhalten (in der Ebene, auf verschiedenem Untergrund und in Kurven), Fahrkomfort (Federung, Fahr- und Griffposition, Fahrgeräusche, Trittbrett) und Reichweite (bei Maximalgeschwindigkeit und 100 kg Zuladung) getestet. 

Verschiedene Fahrer und Fahrerinnen fuhren mit jedem Scooter einen Parcours, der nicht nur Asphalt, sondern auch Pflasterscheine, Schotter, Feldwege Bordsteinkanten, Kurven und Steigungen beinhaltete. Selbst das Fahrverhalten auf regennasser Fahrbahn wurde getestet. Auf ebenem Grund wie Asphalt ließen sich dabei alle Roller recht gut fahren. Unterscheide zeigten sich bei Schlaglöchern. Hier machte insbesondere der Moovi eine schlechte Figur, was sicherlich auf die kleinen Reifen zurückzuführen ist. Auch die Bremsen konnten bei dem Modell nicht überzeugen. Dasselbe gilt für die Bremsen des Tracer Street und des e.Gear.

Bei den Reichweiten-Tests zeigte sich übrigens, dass die tatsächliche Reichweite oftmals deutlich unter den Herstellerangaben lag.

Belastungstests / Haltbarkeit

Hier ging es um Bruchfestigkeit und Langlebigkeit. Dafür wurden die Scooter diversen Biege-, Fall- und Schlagprüfungen unterzogen. Außerdem mussten sie 25 Kilometer über eine rotierende, mit Holperleisten versehene Trommel fahren (zur Simulation von, z.B., Schlaglöchern und Kopfsteinpflastern).

Die Prüfer schauten sich auch das Spiel im Klappmechanismus an und prüften, ob die Roller scharfe Kanten oder Klemmstellen hatten.

Handhabung

Hier wurden u.a. beurteilt: Bedienelemente und Display, die Betätigung des Klappmechanismus, ob der Lenker in der Höhe verstellt werden kann etc. Außerdem wurde beurteilt, ob sich der Roller im zusammengeklappten Zustand gut tragen lässt. Auch die Ladedauer des Akkus floss in die Bewertung ein. Selbst die Verständlichkeit der Gebrauchsanleitung wurde berücksichtigt.

Sicherheit

Hier floss natürlich das Bremsverhalten ein, aber Beleuchtung und funktionale Sicherheit wurden ebenfalls unter die Lupe genommen – beispielsweise wurde das Ladegerät auf Entflammbarkeit und Kurzschlussverhalten getestet. Eine Spritzwasserprüfung wurde ebenfalls durchgeführt.

Schadstoffe

Hier wurden Griffe und Gashebel auf mögliche schädliche Stoffe getestet (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe und Phthalat-Weichmacher).

Die beanstandeten E Scooter beim SXT Buddy V2 EKFV

Hier zeigen wir euch, warum die einzelnen E-Scooter ihre jeweiligen Benotungen erhalten haben:

The-Urban #BRLN V3 – Der E Scooter Testsieger mit Note „Gut“ (2,4)

+ Angenehmes Fahrverhalten dank guter Federung (auch auf holprigem Untergrund).

+ Reagiert sehr gut bei Ausweichmanövern.

+ Gut dosierbare Bremsen.

+ Belastungstest nahezu unbeschadet überstanden / sehr robust.

+ Leicht klappbar.

+ Lenkerhöhe verstellbar.

+ Schön breites Trittbrett mit rutschfestem Belag.

+ Recht schwer.

+ Lässt sich nur mittelmäßig Tragen.

+ Display lässt sich nachts nicht gut lesen.

+ Vorderlicht ist nicht besonders hell.

Mehr über den The Urban #BRLN: Hier

Den The Urban #BRLN im EScooterShop kaufen

The Urban #BLRN E Scooter Testsieger

IO Hawk Sparrow-Legal – Note „Befriedigend“ (2,8)

+ Belastungstest nahezu unbeschadet überstanden / robust.

+ Breites, rutschfestes Trittbrett.

+ Sehr preisgünstig.

+ Griffe lockerten sich bei Testfahrten.

+ Auf nasser Fahrbahn lässt Fußbremse zu wünschen übrig.

+ Lenkerhöhe kann nicht verstellt werden.

Fahrkomfort und Fahrverhalten wurden als mittelmäßig eingestuft.

Mehr über den IO Hawk Sparrow Legal: Hier

SXT Buddy V2 eKFV – Note “Mangelhaft” (4,6)

+ Belastungstest nahezu unbeschadet überstanden / robust.

+ Sicheres Fahrverhalten.

+ Krebsverdächtige Stoffe in den Griffen.

+ Lenkerhöhe nicht verstellbar.

Mehr über den SXT Buddy V2 eKFV: Hier

iconBIT Tracer Street – Note „Mangelhaft“ (4,9)

+Belastungstest nahezu unbeschadet überstanden.

+ Mangelhafte Bremskraft.

+ Teilweise unruhiges Fahrverhalten.

+ Lenkstange ein wenig wackelig.

Moovi StVO – Note „Mangelhaft“ (5,0)

+ Reagiert sehr empfindlich auf Bodenunebenheiten wegen den kleinen Rädern.

+ Unsicheres Fahrverhalten.

+ Krebsverdächtige Stoffe in den Griffen. 

+ Hinterradbremse ist zu schwach.

+ Schmale Trittfläche.

+ Nur 12 Kilometer Reichweite (die kürzeste unter allen getesteten Scootern).

+ Konstruktion wirkt instabil.

Mehr über den Moovi: Hier

SoFlow SO2 – Note „Mangelhaft“ (5,0)

+ Sehr gute Fahreigenschaften.

+ Hohe Reichweite (über 30 Kilometer, höchste Reichweite unter allen getesteten Scootern).

+ Der einzige Roller aus dem Test, bei dem sich der Akku entnehmen lässt (bei allen anderen Modellen muss man mit dem kompletten Fahrzeug an die Steckdose).

+ Hervorragende Beleuchtung.

+ Ging im Belastungstest irreparabel zu Bruch: Genau gesagt, riss die Verschraubung des Klappmechanismus, bei einem Fahrzeug nach 14 Kilometern, beim anderen nach nur 11 (!) Kilometern. Die Folge war, dass der Scooter zusammenklappte.

+ Die rutschfeste Matte auf der Trittfläche löste sich.

Mehr über den SoFlow SO2: Hier

Trekstor e.Gear EG3178 – Note „Mangelhaft“ (5,0)

+ Ging im Belastungstest zu Bruch (irreparabel): Der Holm zwischen Lenkerstange und Tritt zerbrach – bei einem Fahrzeug nach ca. 16 Kilometern, beim anderen bereits nach gerade einmal zweieinhalb (!!) Kilometern. Als Folge klappte der Scooter zusammen, was auf der Straße sehr gefährlich sein kann.

+ Mangelhafte Bremskraft (Vorderradbremse).

+ Der Lenker ist sehr schmal.

Mehr über den Trekstor: Hier

E Scooter aus dem Hause Egret und The Urban

Stiftung Warentest E Scooter Test: Fazit

Der E Scooter Test bei Stiftung Warentest erscheint ausgewogen und für die typische Art und Weise mit Testkriterien die bislang unbeachtet geblieben waren (Schadstoffe). Aber auch dem Bereich Fahrtest scheint viel Raum gegeben worden sein.

Die Große Frage die sich denn auch hier stellt, warum wurde der Ninebot G30D nicht getestet? Auch schon beim ADAC E Scooter Test wurde er nicht berücksichtigt. Dabei gehört er zu den meistverkauften Modellen.

Wenn man die Fahrphysik noch mehr gewichtet hätte, dann wäre der Abstand zwischen dem The Urban #BRLN und dem IO Hawk Sparrow Legal noch deutlicher ausgefallen.

Es wurde auffällig im unteren Preissegment getestet. Das ist gut so. Auch hier zeigt sich das im oberen Preissegment der Testsieger sich nur aufhalten kann.

Viele Erstberichte zu E Scootern, Vorberichte, Fahrtests und mehr finden Sie in unserem Bereich: Test

Quelle: https://www.test.de/E-Scooter-Test-5591942-0/

Anbei die Pressemitteilung von Walberg Urban Electrics:

Stiftung Warentest: Nur zwei Modelle von Walberg Urban Electrics überzeugen

Hamburg, 07.04.2020 – In der aktuellen Ausgabe des Printmagazins von Stiftung Warentest (test, Ausgabe 04/2020) wurden insgesamt sieben faltbare Elektroroller für den Privatgebrauch getestet. Einzig zwei Modelle der Marke THE-URBAN konnten bei diversen Fahr- und Sicherheitsprüfungen überzeugen: der THE-URBAN #BRLN und damit auch der baugleiche THE-URBAN #RVLTN.

Der THE-URBAN #BRLN / #RVLTN wurde insbesondere aufgrund seines sehr guten Fahrverhaltens (Einzelnote: gut / 2,3) sowie der herausragenden Haltbarkeit und Verarbeitung (Einzelnote: sehr gut / 1,4) Testsieger. Die Gesamtnote beträgt Gut (2,4). Die Testfahrer und -fahrerinnen waren darüber hinaus von dem sicheren Faltmechanismus und der guten Federung überzeugt.

Florian Walberg, Gründer und Geschäftsführer der Walberg Urban Electrics GmbH, kommentiert: „Ich entwickle und produziere bereits seit 2003 Elektroroller. Diese Erfahrung zahlt sich jetzt für unsere Kunden aus. Denn wir wissen: Sicheres Fahrverhalten, stabile Faltmechanismen und verlässliche Bremssysteme sind die Grundlage für uneingeschränkten Fahrspaß.“

Bei fünf der sieben getesteten Fahrzeuge wurden im Laufe des Tests schwerwiegende Mängel festgestellt. Zum Teil entsprach die Bremsleistung nicht einmal den gesetzlichen Vorgaben, die Fahrzeuge zerbrachen während des Tests oder es sind nachweislich gesundheitsschädigende Stoffe verbaut – nicht so bei dem THE-URBAN #BRLN / #RVLTN.

Der THE-URBAN #RVLTN ist eine Variante des THE-URBAN #BRLN, den Walberg Urban Electrics gemeinsam mit der AUTO BILD in einer Sonderedition herausgebracht hat.